Über das Programm

Inhalt

Dieses Programm richtet sich an alle Eltern, die durch die Indikationen Ihrer Kinder eine eingeschränkte Lebensqualität erfahren, stark stressbelastet sind und zeitweise nicht wissen, wie es weiter gehen soll. Häufig hören wir den Satz: Wir gehen auf dem Zahnfleisch.

Dieses Programm vermittelt zunächst in einem Auftaktworkshop Wissen darüber, warum und wieso Sie neurobiologisch in diese Situation geraten mussten.

Das Verstehen dieser Prozesse hilft die im weiteren Verlauf des Programms angebotenen Methoden als sinnhaft zu erfahren, ebenso wie die Methoden, die Sie schon vor der Teilnahme erlernt haben. Denn wir sind sicher: Sie haben schon eine Menge ausprobiert!

Die Methoden, die wir Ihnen in den fortlaufenden Workshops vermitteln möchten, sind interdisziplinär verortet und begründen sich bspw. in der Verhaltenstherapie (ACT), der Pädagogik oder der Achtsamkeitslehre und finden in unserer Arbeit im Rahmen unseres Kinder- und Jugendhilfeträgers täglich Anwendung. An den positiven Erfahrungen, die wir in diesen Kontexten über die Jahre sammeln konnten, möchten wir auf diesem Weg auch Sie gerne teilhaben lassen.

Die Schwierigkeit, die wir in diesem Zusammenhang alle bewältigen müssen, ist nicht die Methoden oder deren Logik zu verstehen, sondern die Integration in den Alltag mit all seinen Schwierigkeiten. Aus diesem Grund ist unser Programm nicht als einmalige Sitzung oder Impulsvortrag angelegt. Es ist ein Angebot, Gelerntes und Verstandenes zu integrieren und langfristig umsetzen zu können. Dafür brauchen wir neben der Methodik auch Zeit und etwas Geduld.

Und vor allem brauchen wir Ihre Fragen – die sich laufend ergeben werden – denn keine Situation gleicht der anderen. Wir sind divers und genauso ist unser Umgang mit Belastung und neu Erlerntem.

Deshalb gliedert sich das Programm in mehrere Teile, die Sie mit wenig Zeitaufwand, aber über eine längerfristige Teilnahme, gut in Ihren Lebensalltag integrieren können.

 

  • Das Programm gliedert sich in 4 Workshops
  • Verteilt über ein Jahr
  • Alles findet in Gruppe online / live statt – völlig anonym, wenn Sie wünschen

Programmleitung

Siegfried Höchst

Mein Name ist Siegfried Höchst und ich bin Sportpsychologe. Dazu noch Geschäftsführer des Martinswerkes. Das Martinswerk ist ein gemeinnütziger Anbieter von Therapie, Familien und Jugendhilfe sowie Fortbildungen. Einen Schwerpunkt haben wir in Mehrfachindikationen rund um das Thema Autismus.

Belastung und Stress ist seit vielen Jahren mein persönliches Schwerpunktthema. Von Sportlern über Führungskräfte und belasteten Familien, habe ich eine große Bandbreite an Menschen betreut. Ich habe mehrere online Programme und Bücher geschrieben und kann sagen, dass ich das Thema von vielen Seiten aus betrachtete.

Gebündelt hat es sich für mich in der ACT Therapie, mit der ich sehr gute Erfolge – auch in schwierigsten Situationen – erreichen konnte. Diese ergänze ich um meine Erfahrungswerte in den speziellen Indikationen, im Besonderen: ASS.

Weiterhin lege in großen Wert darauf, dass meine Klienten die Zusammenhänge auf neurobiologischer Ebene verstehen. In meiner Erfahrung ist die Umsetzung bedeutend leichter, wenn man die Entstehung und die Wirkmechanismen nachvollziehen kann.  Herz und Verstand.

Mein Ziel ist es immer, dass Sie einen pragmatischen Ansatz entwickeln können, der umsetzbar im Alltag ist und Ihre Lebensqualität steigert.

Ziel

Fachdeutsch würde unser Ziel heißen:

Psychologische Flexibilität zur Steigerung der Lebensqualität zu vermitteln.

Ein wenig anfassbarer:

Sie zu befähigen, Belastung und Stress zu steuern, sodass dieser Ihnen nicht schadet und Sie trotz hoher Belastung sinnvoll handeln können.

Und ganz reduziert:

Ihnen mehr Zeit für die sinn- und freudvollen Dinge im Leben zu verschaffen!

Kosten

35.- Euro pro Workshop / 4 Workshops über ein Jahr

Das Programm ist über 12 Monate strukturiert. Ein vorzeitiger Ausstieg und Einstieg ist jederzeit möglich. Sie machen mit, solange es Ihnen gut tut und wir helfen können.

Paritätisches Prinzip: Sie ermöglichen mit Ihrem Beitrag anderen Eltern, die nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, dieses Programm zu besuchen. Ein weiterer Anteil fließt in die Beratung von Eltern und Kindern in Notsituationen, die nicht vom Amt oder anderen Hilfesystemen getragen werden.